Tunnel oder Schwimmbad in Lichtenrade!
Montag, 2. Juli 2007
Lichtenrader Tagesblick - Online Ausgabe vom 12. Mai 2027

Tunnel oder Schwimmbad in Lichtenrade!
Bahnchef Mehdorn bei der Feuerwehr.

Eine satirische Anmerkung

Bahnchef Mehdorn (85) kam zusammen mit Vorstandsmitglied Tiefensee gestern nach Lichtenrade um der Feuerwehr zum 50. Einsatz beim Auspumpen der abgesoffenen Bahnhofstraßenunterführung ein Schlauchboot zu überbringen. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Boto Mertins fordert von Mehdorn nun endlich den Tunnel zu bauen und die Unterführung zuzuschütten!

Tiefensee verwies auf die zusätzlichen Arbeitsplätze, die auf diese Weise die regelmäßige Überflutung erforderlich gemacht haben

Ein Schlagregen mit einer Niederschlagsmenge von mehr als 120 Ltr/m² hat auch gestern wieder die Unterführung überflutet. Ein Autobus der Linie 172 befand sich gerade an der Haltestelle im tiefsten Teil der Unterführung als die Fluten die Straße herhab schossen. Eine Mutter mit Kinderwagen versuchte mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren, aber die Fluten hatten den Fahrstuhl bereits erreicht und blockiert. Nur dem beherzten Eingreifen von zwei Rentnern ist es zu verdanken, dass sie über die Rampe nach oben gebracht werden konnte.Unterführung als Schwimmbad

In Panik versuchten die Fahrgäste den Wassermassen zu entkommen. Der Biomotor des Autobusses soff ab und der Bus blockierte die Fahrbahn. Mehrere Pferdefurwerke und ein Fäkalienwagen blieben in den Fluten stecken.

Die Feuerwehr setzte Schlauchboote ein um die inzwischen im hüfthohen Wasser stehenden Fahrgäste zu bergen.

Einwohner erinnerten daran dass damals bei der Planfeststellung eine Bürgerinitiative schon auf dieses Szenario hingewiesen hatte, aber ihre Bedenken von den Behörden und der Bahn als Panikmache abgetan wurden. Schon während der Bauphase kam es mehrfach zu Überschwemmungen der Baugrube. Mehrfach musste der Zugverkehr wegen Unterspülung der Baustelle unterbrochen werden. Die Verantwortlichen spielten diese Zwischenfälle als „einmalige“ Ausrutscher herunter. Durch zahlreiche Änderungen während der Bauphase die die Kosten explodieren ließen, versuchte man diese nach mehr als drei Jahren Bauverzögerung fertig zu stellen.

Ein ähnliches Bild bot sich den Rettungskräften am Fußgängertunnel Wolziger Zeile. Hier hatten zahlreiche Fußgänger und Radfahrer Schutz vor dem sintflutartigen Regen gesucht.

Die Menschen konnten sich aber aus eigener Kraft retten.

Die Unterführung Schichauweg ist auch diesmal wieder unpassierbar. Alle Unterführungen sind seit mehr als 20 Stunden gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauern immer noch an.

Die Schäden werden von der Bahn und dem Senat auf rund 150 000 € beziffert. 

Da Brandenburgs Ministerpräsident Gregor Gysi wegen der immer noch schlechten Finanzlage Berlins jetzt Straßenbenutzungsgebühren für das passieren Brandenburger Territoriums eingeführt hat, kann Westlichtenrade nur mit großen Umwegen erreicht werden.

Auf der Westseite der Bahn hat Ronald Mertins eine Pension eingerichtet um Lichtenradern die die Bahnstrecke wegen der Überflutung der Unterführungen nicht mehr nach Hause kommen eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten.

Durch größere Pumpen und einer eigenen Abwasserdruckleitung in den Teltowkanal sollten die Probleme gelöst sein. Die Meteorologen haben uns mitgeteilt, dass mit derartigen Wetterphänomenen künftig häufiger zu rechnen sei! 

Wie uns das Bezirksamt auf Anfrage bestätigte hat Harald Mertins, der Sohn des damaligen Gründungsmitgliedes der Bürgerinitiative Dresdner Bahn einen Antrag für den Betrieb eines Skilifts gestellt. Mit diesem Gefährt das sowohl Horizontal als auch vertikal fahren kann, soll die Bahntrasse überquert werden. Als Vorbild dient eine Anlage die 2007 an einem S-Bahnhof in Berlin erprobt wurde.

Vertreter der Parteien äußerten sich übereinstimmend, dass sie von Anfang an für die Tunnellösung waren sich aber gegen Bahnchef Mehdorn nicht durchsetzen konnten. Mehdorns Vertrag ist gerade nochmals von Verkehrsminister Alexander Kaczmarek verlängert worden um ihm die Früchte des Börsengangs der Bahn ernten zu lassen. 

Die Grünen schlagen aber vor, die Unterführung nicht mehr abzupumpen, sondern stattdessen diesen See als für das schon lange von den Lichtenradern geforderte Freibad umzuwidmen!

Für S-Bahn Fahrgäste ergäbe sich die Möglichkeit ihre Fahrt in den vom Klimawandel völlig überhitzten Zügen hier zu unterbrechen. Die Züge haben aus Kostengründen immer noch keine Klimaanlagen, um den Börsengang nicht zu gefährden.

Wegen der Spritpreise von mehr als 5 € gibt es kaum noch Autos. Der Wirtschaftsverkehr wird weitgehend von Pferdfuhrwerken bewältigt. Probleme bereitet die Beseitigung der „Pferdeäppel“  Hier sollen, gegen heftigen Protest der Personalräte, aber aus dem Stellenpool des Senat zusätzliche Kräfte Stadtweit eingesetzt werden. 

Boto Mertins Vorsitzender der Lichtenrader Bürgerinitiative eilte von seinem heutigen 95. Geburtstag zur Festveranstaltung der Schlauchboot Übergabe. Und forderte nach wie vor die Tunnellösung! Da Pferdfuhrwerke die Steigungen von 8% nur mit Vorspann bewältigen können! Entsprechende Pferde werden auf dem ehemaligen Gelände von Haus Buhr in einem eigens eingerichteten Horse Servicepoint vorgehalten!

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 3. August 2007 )