Home arrow Dresdner-Bahn arrow Auswirkungen
Lärm PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 5. Juni 2007

Lärm ist eine der wesentlichen Umweltbelastungen. Lärm entsteht hauptsächlich durch Kraftfahrzeuge, Flugzeugen und Zügen. Der allgemeine Umweltlärm (Baulärm, Naturlärm usw.) muss bei der Gesamtbetrachtung noch hinzugerechnet werden. Nicht ohne Grund werden die Lärmvorschriften immer weiter verschärft.

Unter Lärmbelastung versteht man die akustische Belästigung der Anlieger. Der Lärm wird durch die Luft übertragen. Abhilfe bieten Schallschutzwände die parallel zur Bahnstrecke gebaut werden.

Der Lärm entsteht im Wesentlichen zwischen Rad und Schiene. Das Windgeräusch an der Wagenoberfläche und Luftwirbel konnten durch eine aerodynamische Gestaltung der Züge stark vermindert werden.

 

Lärmentwicklung ohne Schallschutzwand

Bild 1. Darstellung einer Bahn-Strecke ohne Schallschutz. Der Luftschall trifft die Umgebung direkt ohne Dämpfung. Dadurch werden Bauten in direkter Nachbarschaft unzumutbar stark betroffen.
Die Erschütterungen werden ungedämpft an das Erdreich übertragen und wirken schädlich auf die angrenzenden  Bauten.

Lärmübertragung mit einer Schallschutzwand in Höhe von 4m

 Bild 2. Darstellung mit einer Schallschutzwand. Unmittelbar hinter der Wand wird der Lärm gedämpft. Da sich Schall nicht Linear ausbreitet, wird in größerer Entfernung der Lärm nach wie vor stark  wahrgenommen.
Auch hier besteht kein Schutz vor Erschütterungen.

Schallschutzwände sollten so aufgebaut sein, dass sie möglichst nah am Gleis stehen und eine schallabsorbierende Oberfläche haben.

Soweit die Theorie - in der Praxis ist bedingt durch die zwei Gleise  natürlich ein unterschiedlicher Abstand gegeben. D.h. eine Schutzwand steht immer mehr als fünf Meter vom anderen Gleis entfernt. Das bedeutet durch diesen großen Abstand breitet sich der Schall ungehindert aus. Für die Anwohner bedeutet dies, befinden sie sich in unmittelbarer Nähe der Wand, wird der Lärm stark vermindert. In größerer Entfernung - bis zu einem Kilometer - wird der Lärm nach wie vor wahrgenommen.

Dieser Effekt erklärt sich aus der Tatsache dass die Schallabstrahlung schräg nach oben über die Wand nach wie vor stattfindet und sich dann ausbreitet. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Reflektion an der jeweils vom Zug weiter entfernten Wand.

Um eine wirksame Schallabsorption zu gewährleisten, müssten die Wände viel höher als den zugestandenen vier Metern gebaut werden.  Acht Meter wären erforderlich, um einen wirksamen Schallschutz zu erzielen. Städtebaulich ist diese Höhe nicht zu realisieren. Aus Sicht der Bauleute natürlich machbar, aber der Preis dürfte wegen der erforderlichen Statik astronomische Höhen erreichen!

Bei einer Höhe von vier Metern muss dann der passive Schallschutz her. Teure schalldämmende Fenster müssten in die anliegenden Häuser eingebaut werden.

Die Schienen müssen als so genanntes „Überwachtes Gleis“ gebaut werden. Um das zu gewährleisten, muss das Gleis in kurzen Abständen auf Riffelungen und feine Unebenheiten geprüft und durch Schienenschleifzüge wieder geglättet werden. Der Wartungsaufwand für das Gleis erhöht sich dann erheblich!       


Karte Lärmzone beim ebenerdigen Ausbau 
Karte der Lärmauswirkung

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 23. Januar 2016 )
 
Themes and Templates by dezinedepot