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Volles Haus im Gemeinschaftshaus Lichtenrade PDF Drucken E-Mail
Samstag, 7. November 2015

Wir stehen zum Tunnel - ohne wenn und aber!

Am 4. November hatten wir nun unsere seit Langem beschlossene Veranstaltung im großen Saal des Gemeinschaftshaus. Dass der Saal voll war hatten wir gehofft. Dass noch viele Menschen draußen vor der Tür standen und - ich drücke es mal so aus 'für die Betroffenen nicht gut´ - für die beteiligten Politiker ein klares Signal! Die Lichtenrader stehen auch nach 18 Jahren zu ihrer Forderung nach einem Tunnel!

Als ich sah wie groß das Interesse ist, ist mir wirklich ein Stein vom Herzen gefallen!

Volles Gemeinschaftshaus


Natürlich kam hinterher die eine oder andere Kritik, dass nicht ALLES gesagt wurde, aber - und das sei gestattet - wir wollen nicht jedes mal mit Adam und Eva anfangen! In den 18 Jahren unserem Bestehens haben sich Material und Argumente angesammelt, die ein Buch füllen würden. Wir, die das Thema ständig vor Augen haben übersehen auch was und halten es für nicht so wichtig.


Ein Beispiel: Der Vorstand war zum zweiten Mal in der Ulrich von Hutten Oberschule zu Gast im Wahlpflichtfach Sozialwissenschaften. Es war eine 9. Klasse. Diese Klasse hat in Lichtenrade eine allgemeine Umfrage gemacht und dazu noch die vier Fragen zur Dresdner Bahn  gestellt, die Antworten ausgewertet und auf unserer Veranstaltung präsentiert!  
Diese Klasse hat sich mit dem Thema IHRES Wohnbezirks befasst, aber nun kommt etwas Interessantes!  Einer der Schüler sprach mich an und sagte: "In der Satzung ist ein Satz doppelt gedruckt!!". Er hatte Recht. Diesen Fehler hat in den zwei Jahren Niemand bemerkt, auch nicht die Behörde und das Gericht, wo die Satzung eingetragen ist! Und er fragte weiter.  Er ist davon ausgegangen, dass auch die Flughafenzüge in Lichtenrade halten! Denn das war von uns nicht klar ausgearbeitet worden! Recht hat er. Wir werden das zukünftig stärker betonen. Also es ist so wichtig neue Argumente aufzunehmen und zu verarbeiten.


Dann zu unseren Gästen auf dem Podium: dem Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Verkehr Michael Odenwald, dem Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler aus dem Senat von Berlin und dem Konzernbevollmächtigten der DB AG Alexander Kaczmarek.

Staatsekr. Obenwald, Herr Kaczmarek von der DB und Staatssekr. Gaebler.


Diese Herren konnten sich davon überzeugen, dass sie in Lichtenrade keinen leichten Stand haben. Herr Gaebler hat nun erstmals klar gemacht, dass der reg. Bürgermeister Müller die Tunnellösung ablehnt! Aber es nicht so gesagt! Man will, so habe ich es verstanden, Gerichte entscheiden lassen, welche Bauform die „Richtige“ ist. Ich sehe das als feige an! Wenn der Regierende der Meinung ist, dass die ebenerdige Bauweise für Lichtenrade die Richtige ist, soll er das laut und deutlich den Menschen vor Ort sagen! Die von seinem Staatsekretär vorgetragenen Argumente - zu wenig Menschen sind hier betroffen - zu lange Bauzeit für einen Tunnel – zu hohe Kosten - können wir nicht gelten lassen! Seit unserem Treffen beim Regierenden im Januar diesen Jahres sind zehn Monate vergangen, zwei Briefe an ihn mit der Bitte um eine klare Stellungnahme wurden bis heute nicht beantwortet. Als 'dreist' empfand ich es zu behaupten, der Brief sei durch den POSTSTREIK nicht angekommen! Ich habe ihn im August noch einmal geschickt und – bis heute keine Antwort erhalten! Für uns stellt sein Verhalten einen klaren Bruch des Koalitionsvertragen dar, wo eine klare Absichtserklärung zum Tunnelbau enthalten ist! Was sagt eigentlich der Koalitionspartner dazu? Unser Bundestagsabgeordneter Dr. Luczak hat deutlich hier einen Bruch festgestellt! Zusammen mit unserer Rechtsvertretung Dr. Freih. von Aretin vertraten sie die Linie der BI.
Wir haben die Nachteile einer offenen Bauweise klar herausgestellt und konnten mit einem Film der uns auch im Heinrich-Herz-Institut gezeigt wurde, klar herausstellen, dass die ebenerdige Bauweise Lichtenrade ZERSTÖRT! Es darf doch nicht mehr sein, dass ein Verkehrsmittel wie die Bahn, die längst nicht mehr Hauptverkehrsträger ist und von PKW und Bussen eine wirksame Konkurrenz hat, derartige Auswirkungen auf einen Ortsteil hat!

 Herr Beck, Justiziar v. Aretin und MdB Luczak

Warum lehnt der Senat den Tunnel ab? Die Aussage von Herrn Gaebler war gut verpackt: Es wohnen zu wenig Menschen an der Bahn! Und ein Tunnel sei zu teuer! Die Bauzeit ist zu lang! Für die Planung benötigt de Bahn ACHT Jahre und für den Bau des Tunnels dann nochmal SECHS Jahre!
Ich glaube, hier verwechselt  er den Gotthardtunnel mit Lichtenrade! Wir als BI sind der Meinung, einer Firma sollte hier der Auftrag zum Festpreis zu vergeben werden. Das hätte man auch damals beim Flughafen machen sollen! Soviel Geld, wie hier für Fehlplanungen und Korruption  mehr ausgegeben wurde, damit hätte man unseren Tunnel drei mal bauen können!
Dass der Senat im Jahr 2000 anders dachte, beweist die Äußerung des damaligen Bausenator Strieders Er sagte: „Wir halten die oberirdische Variante für Stadt unverträglich. Und sie passt insgesamt in eine Politik nicht hinein, die sagt, dass Städte die Herzen, die Zukunft ihrer jeweiligen Nation sind. In Industrieländern wohnen zur Zeit 2/3 der Menschen in Städten und nicht im ländlichen Raum. Warum denn? Weil wir wissen, dass in den Städten die Kultur blüht,  die Wissenschaft entsteht, die sozialen Verhältnisse für eine Gesellschaft gebildet werden und es ist auch richtig so. Und da können wir nicht das Wohnen in einer Stadt unverträglich machen“. Ich glaube, dem ist nichts hinzuzufügen.


Die von den drei Gästen vorgetragenen Argumente haben uns nicht überzeugt von unserer Forderung nach einer Tunnellösung abzurücken. Die vom Vertreter des Senat Herrn Gaebler genannten Mehrkosten werden immer höher. Wir sind wirklich der Meinung, dass die echten Mehrkosten für die Tunnelbauform im Schildvortrieb, die vor allem die Menschen, die Anwohner nicht belastet, nach wie vor die Vernünftigste ist!
Ich hoffe, unseren Gästen ist klar geworden, dass wir nach wie vor zusammen mit unseren Mitbürgern in Lichtenrade für den  Tunnel kämpfen werden. Dass wir notfalls auch vor Gericht ziehen, dort sehr viel Geld für eine Entscheidung ausgeben müssen, die eigentlich die gewählten Politiker treffen sollten, aber nichts sagen weil sie Angst vor der nächsten Wahl haben!
Immer wieder wurde deutlich, dass es eine politische Entscheidung ist und die Mehrkosten für den Tunnel im menschenfreundlichen Schildvortrieb vom Bund und der wachsenden Stadt Berlin zu tragen sind

Das Video, welches wir im Gemeinschaftshaus gezeigt haben, finden sie hier .

Manfred Beck

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 10. Dezember 2016 )
 
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